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Ästhetik Krankheiten Vorbeugung und Prävention

Schuppen und was man dagegen tun kann

Die meisten haben sie, jedoch nur manche leiden darunter. Ein ganz normales Hautphänomen, welches jedoch im Übermaß störend ist: Schuppen.
Obwohl Schuppen häufig vorkommen (50% der Weltbevölkerung), wurde dieses Thema in den letzten Jahrzehnten eher ausgeblendet und ist bis jetzt auch eher unerforscht. In den letzten Jahren kommen immer wieder neue Therapie-Möglichkeiten auf den Markt, die jedoch noch nicht wirklich ausgefeilt sind.

Wie entstehen Schuppen?

Die menschliche Haut ist immer im Wandel. Hautzellen werden gebildet, wandern durch die Hautschichten nach außen und flachen auf ihrer Reise ab. Ganz außen, an der Oberfläche bilden sie das Stratum corneum, eine Hornschicht aus toten Zellen. Dieses Stratum corneum besteht aus toten Zellen, die oft auch vom Körper abgestoßen werden.
Ist dieser Wandel zu schnell oder verklumpen die toten Hautzellen durch äußere Faktoren, bilden sich Schuppen.

Trockene vs. Feuchte Schuppen

Eine trockene Kopfhaut führt zu „trockenen Schuppen“. Diese sind eher fein und deren Bildung wird durch Klimaanlagen oder durch stark entfettende Shampoos getriggert. Heizungen haben die Eigenschaft die Luft zusätzlich auszutrocknen, daher treten trockene Schuppen vor allem im Winter auf.
Fettige Kopfschuppen sind größer und entstehen durch Zusammenhaftung von toten Zellen. Vor allem bei zu fettiger Kopfhaut bilden sich diese Schuppen. Zusätzlich dazu ist oft ein Hefepilz namens Pityrosporum ovale mit diesem Typ Schuppen vergesellschaftet. Dieser Pilz gehört normal zur Hautflora dazu, vermehrt sich jedoch hauptsächlich unter feuchten und fettigen Bedingungen. Diese Hefepilze bewirken, dass sich die Kopfhaut noch mehr schuppt und verstärken damit das Problem.

Männer vs. Frauen

Männer und Frauen sind unterschiedlich – auch in Bezug auf die Schuppenbildung. Wie bei den meisten geschlechtlichen Unterschieden, spielen auch hier die Hormone eine entscheidende Rolle. Männer haben vermehrt Testosteron. Testosteron stimuliert die Talgproduktion und deshalb sind bei Männern Talgdrüsen grundsätzlich aktiver als bei  Frauen (das ist ebenso der Grund für eine erhöhte Häufigkeit von Akne bei Männern). Zusätzlich gibt es einige Studien, die zeigen, dass Testosteron auch das Wachstum von bestimmten Haut-Pilzen stimuliert. Daher fettet die männliche Haut auch besser, Pityrosporum ovale kommt häufiger vor und es treten vermehrt fettige Schuppen auf.
Auch die vermehrte Schuppen-Bildung in der der Pubertät lässt einen Zusammenhang mit dem Hormonhaushalt schlussfolgern. Grund ist hier ebenso eine hormonelle Umstellung.

Was kann man tun gegen Schuppen?

Bei der Behandlung muss man erneut zwischen fettigen und trockenen Schuppen unterscheiden. Ein einfacher Test ist hierfür der „Löschblatt-Test“. Man fährt einfach mit einem Löschblatt durch die Haare. Ist das Löschblatt fettig belegt, handelt es sich um fettige Schuppen, bleibt es trocken, sind es zumeist trockene Schuppen.
Bei fettigen Schuppen ist das etablierte Anti-Schuppen Shampoo angebracht. Anti-Schuppen Shampoos beinhalten überwiegend Stoffe, welche die Haut dehydrieren und austrocknen. Daher nimmt die hauteigene Fettschicht ab und die Schuppen-Symptomatik verbessert sich. Falls das nichts hilft, sollte der Hautarzt aufgesucht werden – denn es steckt möglicherweise eine Pilzinfektion dahinter. Zusätzlich können auch andere Krankheiten Schuppen auslösen.
Bei trockenen Schuppen ist es ratsam auf konventionelle Haarwaschmittel zu verzichten. All diese trocknen die Haut zusätzlich aus und verstärken damit die Schuppenbildung. Es sollte ein mildes Haarwaschmittel mit möglichst wenig Weichmachern verwendet werden.
Zusätzlich kann man durch einfache Tricks die Bildung von Schuppen vermeiden:

  • Vermeiden von Kopfbedeckung (keine Kappen, Hauben usw…. frische Luft steigert die Durchblutung und hilft gegen Schuppen)
  • Luftbefeuchter (vor allem bei trockenen Schuppen bringen diese oft eine deutliche Besserung, eventuell kann man den Luftbefeuchter nur im Schlafzimmer über Nacht laufen lassen – hier merkt man ihn kaum, hat aber trotzdem einen positiven Effekt auf die Schuppenbildung)
  • Massagen der Kopfhaut (bei trockenen Schuppen) können die Durchblutung der Kopfhaut steigern und damit die Talg-Produktion ankurbeln.
  • Keinen Föhn benutzen. Dieser hat ähnlich, wie die Heizungsluft, einen austrocknenden Effekt auf die Kopfhaut

DISCLAIMER

Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und liefert lediglich einen Anhaltspunkt. Bitte frage deinen betreuenden Arzt um eine belastbare Diagnose und die entsprechende Therapie zu erhalten.
Manuel, Frederick, and S. Ranganathan. „A new postulate on two stages of dandruff: a clinical perspective.“ International journal of trichology 3.1 (2011): 3.
Adamski, Z., and M. Deja. „The treatment of dandruff of the scalp.“ Aesthet Dermatol 2 (2006): 49-56.

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2 comments

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